Arzt bei der PC-Arbeit

Digitale Arztpraxis

Wie in anderen Berufsfeldern und Lebensbereichen ist der Einsatz von Informationstechnik (IT) in den Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Patientenverwaltung oder Abrechnung, der Bezug von Labordaten oder ein Verordnungsabgleich sind ohne IT-Unterstützung kaum noch denkbar.

Daneben findet im Gesundheitswesen eine zunehmende elektronische Vernetzung der Einrichtungen und Akteure statt und es etablieren sich neue Versorgungsformen und -strukturen, die regelmäßig von IT-Lösungen begleitet werden. Informations- und Kommunikationstechnik halten damit in den Praxen unaufhaltsam Einzug. Über 80 % der Praxen verfügen nach Angaben der Bundesärztekammer über ein Praxisverwaltungssystem und einen Internet-Anschluss und ca. zwei Drittel über ein Praxisnetz mit mehreren Arbeitsplätzen. Mehr als 70 % der Ärzte nutzen eine berufliche E-Mail-Adresse, mehr als die Hälfte betreibt eine Webseite für die Praxis, mehr als 40 % der Ärzte sind mit Leistungserbringern und anderen Stellen informationstechnisch vernetzt.

Das Patientengeheimnis hat Ärzten und Psychotherapeuten schon immer eine besondere Sensibilität im Umgang mit Patientendaten abverlangt und zu einer entsprechenden Senisbilität geführt. Dies zeigt sich auch darin, dass mehr als die Hälfte der Ärzte wegen eines unzureichenden Datenschutzes beim Einsatz der Telematik besorgt ist (Studie der Stiftung Gesundheit: "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit (2012)"). In der Tat ergeben sich unter den Bedingungen der modernen Informationsverarbeitung neue Risiken für den Schutz von Patientendaten und die Wahrung der informationellen Selbstbestimmung der Patienten. Die Informationen in der Rubrik „Digitale Arztpraxis“ geben dabei Hilfestellung für einen datenschutzgerechten Einsatz der Informationstechnik in der Praxis.