Arzt bei der PC-Arbeit

Digitale Praxis

Wie in anderen Berufsfeldern und Lebensbereichen ist der Einsatz von digitaler Informations- und Kommunikationstechnik (IT) in den Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Patientenverwaltung oder Abrechnung, der Bezug von Labordaten oder ein Verordnungsabgleich sind ohne IT-Unterstützung kaum noch denkbar.

Zukünftig kommen insbesondere telemedizinische Anwendungen standardmäßig hinzu, die eine sichere IT-Infrastruktur und entsprechende Internetverbindungen voraussetzen. Dementsprechend findet gegenwärtig im Gesundheitswesen eine zunehmende elektronische Vernetzung der Einrichtungen und Akteure statt und es etablieren sich neue Versorgungsformen und -strukturen, die auf funktionsfähigen und sicheren IT-Lösungen begleitet werden. Informations- und Kommunikationstechnik halten damit in den Praxen unaufhaltsam Einzug. Praxisverwaltungssysteme, die praxiseigene Homepage sowie Praxisnetze mit mehreren Arbeitsplätzen gehören mittlerweile zum Alltag niedergelassener Heilberufspraxen.

Das Patientengeheimnis hat Ärzten und Psychotherapeuten schon immer eine besondere Achtsamkeit im Umgang mit Patientendaten abverlangt und zu einer entsprechenden Sensibilität geführt. Die Nutzung der modernen Informations- und Kommunikationstechniken wurde deshalb von Anfang an von der Ärzteschaft auch kritisch begleitet: nach einer im Jahre 2012 durchgeführten Studie waren damals mehr als die Hälfte der Ärzte wegen befürchteter Datenschutz-Lücken beim Einsatz der Telematik besorgt (Studie der Stiftung Gesundheit: "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit (2012)").

In der Tat ergeben sich unter den Bedingungen der modernen Informationsverarbeitung neue Risiken für den Schutz von Patientendaten und die Wahrung der informationellen Selbstbestimmung der Patienten. Die Informationen in der Rubrik „Digitale Praxis“ geben dabei Hilfestellung für einen datenschutzgerechten Einsatz von digitaler Informations- und Kommunikationstechnik in der Praxis.